Ein Sprichwort in Grossbritannien lautet: Football is a gentlemans game played by ruffians and rugby is a ruffians game played by gentlemen ( „Fussball ist eine von Raufbolden gespielte Gentleman-Sportart und Rugby ist eine von Gentlemen gespielte Raufbold-Sportart“).
In zahlreichen traditionellen Rugbynationen gilt Rugby Union allgemein als Sportart des „Establishment“, das hauptsaechlich von der Oberschicht und der hoeheren Mittelschicht gespielt wird. Es ist auch die an Privatschulen und Gymnasien bevorzugte Variante. Im Gegensatz dazu gilt Rugby League vor allem in Norden Englands und im Osten Australiens traditionell als Sportart der „Arbeiterklasse“ und der unteren Mittelschicht.
Eine Ausnahme von diesen Stereotypen ist insbesondere Wales, wo Rugby Union mit Mannschaften aus kleinen Doerfern in Zusammenhang gebracht wird, in denen Bergleute und Industriearbeiter leben.
In Neuseeland, Frankreich (ohne Paris), in Teilen Suedenglands, Schottland, Irland und auf den pazifischen Inseln ist Rugby Union ebenfalls im Arbeitermillieu verbreitet. In Grossbritannien nennen Rugby-Union-Fans ihre Sportart bisweilen auch „rugger“. Neuseelaender nennen Rugby im Allgemeinen „footy“ oder „football“, die Hauptvarianten einfach „union“ oder „league“.